EU-Förderprojekt „Einander verstehen, um gemeinsam zu handeln“
EU-Förderprojekt „Einander verstehen, um gemeinsam zu handeln“
Eine Insel, eine Vision, eine Polizei – unter diesem Motto wurde im Jahr 2024 ein Projekt zur Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen der deutschen und der polnischen Polizei in Swinemünde initiiert. Das Polizeipräsidium Neubrandenburg und die Wojewodschaftskommandantur der Polizei in Stettin verstärken damit ihre bereits bestehende gemeinsame Kooperation. Das Projekt selbst nennt sich „Einander verstehen, um gemeinsam zu handeln“. Dadurch wurde eine dauerhafte gemeinsame deutsch-polnische Polizeistreife eingerichtet. Jeweils drei deutsche und drei polnische Polizeibeamte kümmern sich seitdem um Unfälle, Einbrüche oder Verkehrskontrollen auf deutscher und polnischer Seite gleichermaßen. Ziel ist es, die Region sicherer zu machen und zugleich das vorherrschende Image zu verbessern. Offiziell vorgestellt wurden sowohl die zugehörigen Kollegen als auch das Förderprojekt Anfang April 2024 bei einer feierlichen Eröffnungsveranstaltung in Swinemünde. Dort gab es, verfolgt von regem Medieninteresse, neben Grußworten seitens des Polizeipräsidiums Neubrandenburg und der KWP Stettin auch konkrete Erläuterung zu den kommenden Monaten und den genauen Inhalten des Projekts.
Damit war der offizielle Startschuss gefallen. Anschließend ging es – sowohl für die Beamtinnen und Beamten des deutsch-polnischen Polizeiteams, als auch für die Projektverantwortlichen aus der Regionalen Verbindungsstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg – los. Es wurden gemeinsame Trainings unter anderem zu Rechtskenntnissen, polizeitaktischen Aspekten sowie zur Sprachkompetenz organisiert.
So gab es in der Sprachschule nach einem Einstufungstest viele Stunden Polnisch- beziehungsweise Deutschunterricht. Weiterer Schwerpunkt war das sogenannte Interkulturelle Kompetenztraining – also das Erlernen von Werten, Traditionen und der jeweils anderen Kultur.
Neben kulturellen Aspekten wurden auch für die tägliche Polizeiarbeit essentielle Dinge wie ETR-Trainings und Seminare zu Rechtskenntnissen organisiert. Es folgten Hospitationen nach Guben/Gubin zum dortigen deutsch-polnischen Polizeiteam, nach Pomellen zur Bundespolizei mit Gemeinsamer deutsch-polnischer Dienststelle sowie weitere Sprachkurse und teambildende Maßnahmen.
Bei dem gesamten Projekt und der umfangreichen Unterstützung für das neue Team, war und ist die Regionale Verbindungsstelle des Polizeipräsidiums stets auf die Zusammenarbeit mit ihren polnischen Ansprechpartnerinnen und -Partnern angewiesen. Diese Unterstützung verlief dabei stets auf Augenhöhe und wurde und wird von allen Beteiligten als wertvoll empfunden.
Nach den Vorbereitungen und Trainings war seit dem 01.06.2024 das deutsch-polnische Polizeiteam im Zwei-Schichtsystem täglich und bis zum Ende des Förderprojekts am 30.09.2024 im Einsatz. Anschließend fand eine Überführung in den regulären Wirkbetrieb statt. Das Team wird nun auch verstärkt daran arbeiten, dass das gemeinsame Dienstgebäude in Ahlbeck auf der Insel Usedom als Anlaufpunkt für die deutsche und polnische Bevölkerung verstanden wird.
Das genannte Projekt wurde im Rahmen des Kleinprojektefonds (KPF) des Kooperationsprogramms Interreg VI A Mecklenburg-Vorpommern/ Brandenburg/Polska 2021-2027 mit einer Summe von 30.000 Euro gefördert. Davon waren 80 Prozent in Form eines Zuschusses gewährt worden. Die restliche Summe wurde aus Eigenmitteln realisiert.











