Deutsch-Polnisches Experten-Seminar 2024

Projektpartner: KWP Szczecin
Gesamtbudget Projekt: 19.358 €
Zuschuss in Höhe: 80 %

In der Zeit vom 10.-13.09.2024 führte das PP Neubrandenburg auf der Insel Usedom ein mit EU-Fördermitteln kofinanziertes deutsch-polnisches Seminar für die Sprengstoffexperten des grenznahen Raumes durch, an dem Sprengstoffermittlungsbeamte und Entschärfer der KWP Stettin, des PP Neubrandenburg und des MZB Mellenthin teilnahmen.

 Diesjähriges Thema war die Verwendung von Explosivstoffen beim Wiederladen von Munition, beim Vorderlader- und Böllerschießen. Zahlreiche Einsätze in der jüngsten Vergangenheit bei Personen, die genau diesen Tätigkeiten nachgingen, machten diese Fortbildung erforderlich. Die Präsentation der Seminarinhalte erfolgte durch zwei Dozenten, der Dresdner Sprengstoffschule GmbH, Karsten Schneider und Frank Albert, die über jahrelange Erfahrungen auf diesem Gebiet verfügen und den seminarinternen Ausbildungsplan speziell auf die besonderen Anforderungen und Bedürfnisse der Sprengstoffermittler zuschnitten.

 Besonderes Augenmerk des Seminars lag auf der Verwendung der verschiedenen Explosivstoffe mit ihren jeweiligen Eigenschaften, Abbrandverhalten und Gefahren bei Verwendung und Lagerung. Auch Ladekomponenten, Ladeverfahren, Zündsysteme, verwendete Werkzeuge und Unfallszenarien wurden thematisiert. Hauptsächlich ging es aber um das praktische Erleben und die Vermittlung handwerklicher Arbeitsschritte beim Wiederladen von Munition und Vorderladerschießen.

 Abschluss des diesjährigen Seminars bildete eine Führung durch das Historisch-Technische Museum in Peenemünde, die bei den Teilnehmern auf großes Interesse stieß.