POL-HRO: Zahlreiche Betrugsversuche per Telefon im Bereich des Polizeipräsidiums Rostock - Ehepaar in Rostock um 66.000 Euro betrogen
Rostock (ots) -
In den vergangenen Tagen registrierte die Polizei eine Vielzahl betrügerischer Anrufe im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Rostock. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle blieb es glücklicherweise bei Versuchen: Die Angerufenen erkannten die Betrugsmaschen, beendeten die Gespräche rechtzeitig und informierten die Polizei.
In einem Fall in der Hansestadt Rostock gelang es Tätern jedoch, einen hohen Vermögensschaden zu verursachen. Ein Ehepaar (83 und 84 Jahre, deutsch) wurde zunächst von einer vermeintlichen Mitarbeiterin ihrer Hausbank kontaktiert und zur Verifizierung persönlicher Daten aufgefordert. Nachdem die Eheleute dies am Telefon zunächst ablehnten, nahmen die Täter später erneut Kontakt auf. Im Verlauf des Gesprächs übermittelten die Geschädigten schließlich ihre Konto- und Kartendaten und bestätigten zudem eine in ihrer Banking-App angezeigte Freigabeanfrage. In der Folge kam es zu einer unberechtigten Abbuchung in Höhe von 66.000 Euro vom gemeinsamen Konto.
Auch in den Bereichen Grevesmühlen, Gadebusch, Bad Doberan und Schwerin wurden zahlreiche Betrugsversuche bekannt. Täter täuschten hierbei gezielt schwere Notlagen vor - darunter angebliche, durch Familienmitglieder verursachte Verkehrsunfälle, eine Krebserkrankung der Tochter sowie den plötzlichen Tod des Sohnes. In diesen sogenannten Schockanrufen forderten die Anrufer Zahlungen in Höhe von 10.000 bis 500.000 Euro. Zudem versuchten die Täter in mehreren Fällen, im Verlauf der Telefonate persönliche Verhältnisse sowie mögliche finanzielle Rücklagen der Angerufenen in Erfahrung zu bringen. In allen bekannt gewordenen Fällen reagierten die Betroffenen jedoch misstrauisch, beendeten die Gespräche und erstatteten Anzeige bei der Polizei.
Präventionshinweise der Polizei:
- Geben Sie am Telefon keine persönlichen Daten sowie Konto- oder
Kartennummern preis
- Beenden Sie Gespräche sofort, wenn Ihnen etwas verdächtig
erscheint
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen - Betrüger arbeiten
gezielt mit Angst und Zeitdruck
- Überprüfen Sie Angaben im Zweifel über bekannte und eigenständig
gewählte Kontaktmöglichkeiten
- Sprechen Sie insbesondere mit älteren Angehörigen über gängige
Betrugsmaschen
- Informieren Sie im Verdachtsfall umgehend die Polizei
Rückfragen bitte an:
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