POL-HRO: Zwei ältere Damen in Rostocker Südstadt um insgesamt 42.000 Euro betrogen - Polizei warnt vor Betrugsmaschen
Rostock (ots) -
Die Kriminalpolizei Rostock ermittelt derzeit wegen zweier Betrugsfälle, bei denen zwei Frauen im Alter von 86 und 88 Jahren in der Rostocker Südstadt um insgesamt rund 42.000 Euro betrogen worden sein sollen. In beiden Fällen gaben sich die bislang unbekannten Täter als vertrauenswürdige Personen aus und erbeuteten Bargeld aus den Wohnungen der Frauen.
Am 5. November 2026 meldete sich eine 86-jährige Deutsche über den Notruf bei der Polizei und gab an, Opfer eines Betruges geworden zu sein. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte sich gegen 18 Uhr ein bislang unbekannter Mann telefonisch bei der Seniorin gemeldet und sich als Bankmitarbeiter ausgegeben. Der Anrufer gab an zu wissen, dass sich Bargeld in der Wohnung der Frau befand. Dies bejahte die Frau. Er erklärte, das Geld müsse überprüft beziehungsweise gescannt werden. Zudem kündigte er an, dass ein Mitarbeiter persönlich vorbeikommen werde, um das Bargeld abzuholen.
Im Vertrauen auf die Angaben des Anrufers übergab die 86-Jährige zwischen 18 und 19 Uhr in ihrer Wohnung in der Nobelstraße insgesamt 30.000 Euro an einen bislang unbekannten Mann.
Dieser wird wie folgt beschrieben:
- etwa 35 Jahre alt
- circa 180 cm groß
- dunkel gekleidet
- auffällig waren weiße Gummihandschuhe, die er bei der Geldübergabe trug
Bereits am 3. November 2026 kam es zu einem ähnlichen Vorfall in der Rostocker Südstadt. Hier wurde eine 88-jährige Deutsche Opfer von Betrügern. Gegen 20 Uhr klingelten zwei bislang unbekannte Männer an der Wohnungstür der Seniorin in der Röntgenstraße. Die Männer erklärten, dass es in der Umgebung vermehrt zu Bargelddiebstählen komme und das Geld der Frau daher in Sicherheit gebracht werden müsse. Unter diesem Vorwand gelangten sie in die Wohnung und entwendeten dort Bargeld in Höhe von rund 12.000 Euro. Anschließend verließen sie die Wohnung. Die 88-Jährige erstattete am darauffolgenden Tag Anzeige im Polizeirevier Reutershagen, nachdem sie Zweifel bekam.
Die beiden Tatverdächtigen werden als etwa 50 Jahre alt, groß und schick beziehungsweise dunkel gekleidet beschrieben. Einer der Männer soll blonde Haare gehabt haben.
Die Kriminalpolizei Rostock bittet Zeugen, die am 3. November 2026 gegen 20 Uhr im Bereich der Röntgenstraße oder am 5. November 2026 zwischen 18 und 19 Uhr in der Nobelstraße verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, sich zu melden. Insbesondere werden Personen gesucht, denen die beschriebenen Männer aufgefallen sind oder die Hinweise zu deren Identität geben können.
Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst Rostock unter der Telefonnummer 0381 4916-1616 entgegen.
Die Polizei warnt und gibt folgende Hinweise:
-Bankmitarbeiter holen grundsätzlich kein Bargeld oder EC-Karten
an der Haustür ab. -Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck
setzen und beenden Sie im Zweifel das Gespräch. -Geben Sie niemals
Auskunft über Ihre Vermögensverhältnisse oder darüber, ob Sie Bargeld
und Wertgegenstände zu Hause aufbewahren. -Übergeben Sie niemals Geld
oder Wertsachen an unbekannte Personen. -Lassen Sie keine fremden
Personen in Ihre Wohnung. -Kontaktieren Sie Ihre Bank oder die
Polizei im Zweifelsfall selbst über eine Ihnen bekannte
Telefonnummer. Nutzen Sie dafür nicht die Rückruffunktion Ihres
Telefons. -Sprechen Sie mit Angehörigen, Freunden und Nachbarn über
solche Betrugsmaschen.
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Rostock
Newsroom
Katja Weizel
Telefon: 0381 4916-3041
E-Mail: pressestelle-pp.rostock@polizei.mv-regierung.de
http://www.polizei.mvnet.de
Original-Content von: Polizeipräsidium Rostock, übermittelt durch news aktuell




