POL-HRO: Weitere Ermittlungen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs nach zwei Verkehrsunfällen in Schwerin

Nr.6381213  | 30.10.2026  | PP HRO  | Polizeipräsidium Rostock

Schwerin (ots) -

Am Donnerstag kam es in Schwerin zu zwei Verkehrsunfällen, bei denen jeweils ein älterer deutscher Autofahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. In einem Fall besteht der Verdacht, dass körperliche Mängel und die Einnahme von Medikamenten die Fahrtüchtigkeit des Fahrers beeinträchtigt haben könnten. Die Polizei ermittelt in beiden Fällen wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs.

Gegen Mittag befuhr ein 82-jähriger Autofahrer den Obotritenring in Richtung Rogahner Straße. Als er sich der Kreuzung zum Ostorfer Ufer / Rogahner Straße näherte und verkehrsbedingt hätte abbremsen müssen, war er nach bisherigen Erkenntnissen aufgrund körperlicher Mängel nicht in der Lage, entsprechend zu reagieren. In der Folge habe der 82-Jährige versucht, den Zwischenraum zwischen zwei Fahrzeugen zu passieren. Dabei kam es zur Kollision mit diesen.

Bei dem Zusammenstoß wurde niemand verletzt. An den beteiligten Fahrzeugen entstand Sachschaden. Einer der beteiligten Fahrzeugführer entfernte sich anschließend unerlaubt vom Unfallort. Die Polizei ermittelt daher auch wegen des Verdachts des unerlaubten Entfernens vom Unfallort.

Im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen ergaben sich keine Hinweise auf eine über das konkrete Unfallgeschehen hinausgehende Fahruntüchtigkeit. Eine Beschlagnahme des Führerscheins erfolgte daher nicht. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs dauern an.

Wenige Stunden später kam es im Parkhaus am Dreescher Markt zu einem weiteren Verkehrsunfall. Ein 85-jähriger Autofahrer verlor beim Ausparken die Kontrolle über sein Fahrzeug. Nach bisherigen Erkenntnissen rutschte er beim Rangieren vom Bremspedal auf das Gaspedal und fuhr rückwärts gegen Gebäudeteile. Der Fahrer wurde durch den Aufprall verletzt. Der entstandene Gesamtschaden wird auf etwa 20.000 Euro geschätzt. Das Fahrzeug war nicht mehr fahrbereit und musste aus dem Parkhaus geborgen werden.

Bei der Unfallaufnahme ergaben sich Hinweise darauf, dass die Fahrtüchtigkeit des 85-Jährigen durch körperliche Mängel und die Einnahme von Medikamenten beeinträchtigt gewesen sein könnte. Die Beamten beschlagnahmten daraufhin seinen Führerschein und veranlassten eine Blutprobenentnahme. Auch in diesem Fall ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs.

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