POL-HRO: 39-Jähriger löst Polizeieinsatz in Boizenburger Restaurant aus
Boizenburg/Landkreis Ludwigslust-Parchim (ots) -
Am gestrigen Abend kam es gegen 20:15 Uhr in einem Restaurant im Grünen Weg in Boizenburg zu einem Polizeieinsatz, nachdem ein 39-jähriger Mann durch aggressives Verhalten aufgefallen war und den Restaurantbetrieb erheblich gestört hatte.
Als die alarmierten Polizeikräfte eintrafen, hatten zwei couragierte Gäste den polizeibekannten Mann bereits zu Boden gebracht und hielten ihn fest, um weitere Übergriffe zu verhindern. Auch während der anschließenden polizeilichen Maßnahmen unterstützten sie die Einsatzkräfte bei der Fixierung des weiterhin aggressiven Mannes. Ihr entschlossenes Eingreifen trug dazu bei, die Situation bis zum Eintreffen der Polizei unter Kontrolle zu halten.
Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der 39-jährige polnische Staatsangehörige zuvor das Restaurant betreten und Speisen bestellen wollen, ohne diese offenbar bezahlen zu wollen. Der Aufforderung, das Lokal zu verlassen, kam er nicht nach. Stattdessen beleidigte er Anwesende und entblößte sein Geschlechtsteil, sodass mehrere Gäste dies sehen konnten.
Als ein 53-jähriger Gast die Toilette aufsuchen wollte, versperrte ihm der Mann den Weg. Auf den Versuch des Gastes, ihn zur Beruhigung aufzufordern, reagierte der 39-Jährige, indem er versuchte, ihm ins Gesicht zu schlagen. Der 53-Jährige konnte dem Schlag größtenteils ausweichen. Daraufhin griff ein weiterer Gast ein. Gemeinsam gelang es den beiden Männern, den Angreifer bis zum Eintreffen der Polizei am Boden festzuhalten.
Da sich der 39-Jährige auch gegenüber den Polizeikräften weiterhin aggressiv verhielt und erheblichen Widerstand leistete, musste er gefesselt werden. Im Verlauf des Einsatzes wurde zudem ein Rettungswagen hinzugezogen, um seinen Gesundheitszustand medizinisch überprüfen zu lassen. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,08 Promille. Anschließend wurde der Mann im Polizeirevier Boizenburg in Gewahrsam genommen.
Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des Verdachts der versuchten Körperverletzung, Beleidigung, exhibitionistischer Handlungen sowie des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.
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