POL-NB: Polizei ermittelt nach mehreren Schlägereien und Widerstand beim Vier-Tore-Fest
Neubrandenburg (ots) -
Im Rahmen des Vier-Tore-Festes, das gestern Abend in Neubrandenburg zu Ende gegangen ist, war die Polizei mehrfach aufgrund von Schlägereien im Einsatz.
Am Freitagabend hatten Sicherheitsmitarbeiter des Festes gegen 22.50 Uhr beobachtet, dass mehrere junge Männer auf ein Pärchen einzuschlagen schienen, das in der Turmstraße auf einer Parkbank saß. Die Polizei wurde dazu geholt. Einer der Täter wurde durch den Sicherheitsdienst festgehalten und an die Polizei übergeben, die anderen waren zunächst flüchtig. Der festgehaltene Verdächtige, ein 20-jähriger Syrer, pustete vor Ort 1,79 Promille. Ihm wurde der Tatvorwurf erklärt und ein Platzverweis für das Festgelände ausgesprochen.
Etwa eine halbe Stunde später erkannten Sicherheitsmitarbeiter einen der weiteren Tatverdächtigen der Attacke auf das Pärchen. Die Polizei wurde informiert und konnte dem 18-jährigen Syrer ebenfalls den Tatvorwurf eröffnen.
Gegen die beiden bekannten und die weiteren bisher unbekannten Tatverdächtigen ermittelt die Kriminalpolizei wegen des Vorwurfs der gefährlichen Körperverletzung.
Die beiden Geschädigten - ein 24-jähriger Deutscher und eine 21-jährige Deutsche - mussten mit leichten Verletzungen ärztlich behandelt werden. Was der Auslöser des Angriffs war, ist Gegenstand der Ermittlungen.
Zeugen, die zum Sachverhalt sachdienliche Hinweise beitragen können, wenden sich bitte an die Polizei Neubrandenburg unter 0395 / 5582 5224.
Zu einer gemeldeten Schlägerei, die gegen 23.45 Uhr am Rande des Festgeländes am Marktplatz stattgefunden haben soll, sucht die Polizei ebenfalls nach Zeugen. Zwei jugendliche Deutsche machten die Polizeistreife auf dem Gelände auf sich aufmerksam und gaben an, zuvor von fünf Jugendlichen geschlagen worden zu sein. Einer der Tatverdächtigen wollte dem einen Geschädigten womöglich das Handy rauben, bevor es zur Schlägerei kam.
Die beiden mutmaßlichen Opfer beschreiben die Tatverdächtigen als sowohl mitteleuropäische als auch südländische Phänotypen. Der mitteleuropäische Phänotyp soll etwa 1,90 Meter groß sein und soll eine schwarze Umhängetasche, die einer Laptoptasche ähnelt, getragen haben. Die anderen Tatverdächtigen sollen um die 1,70 Meter groß gewesen sein.
Gegen 22.25 Uhr wiederum brauchten die Security-Kräfte in der Nähe des Marktplatzes die Unterstützung der Polizei. Ein 18-jähriger Deutscher wollte nicht akzeptieren, dass er einen Platzverweis wegen schlechtem Verhalten bekommen hat. Als die Polizisten dazu kamen, wurden sie durch den 18-Jährigen beschimpft und beleidigt. Er ließ sich nicht beruhigen und versuchte permanent, die Beamten körperlich anzugreifen. Daraufhin musste er mit Handschellen gefesselt werden. Er pustete vor Ort einen Promillewert von 2,49. Bei dem Einsatz wurde niemand verletzt.
Auf dem Revier wurde der Störer kooperativer. Nach den polizeilichen Maßnahmen konnte er das Revier verlassen.
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