POL-NB: Kriminelle erlangen über 87.000 Euro durch Betrüge

Nr.6314961  | 15.07.2026  | PP NB  | Polizeipräsidium Neubrandenburg

Vorpommern-Greifswald (ots) -

Immer wieder nutzen Kriminelle verschiedene Vorwände, um Menschen um ihr Geld zu betrügen.

Allein in den letzten zwei Tagen wurden der Polizei im Landkreis Vorpommern-Greifswald zwei geglückte Betrüge gemeldet, die insgesamt 87.400 Euro Schaden verursachten.

Bereits am Montag, 13. Juli 2026, wurde der Wolgaster Polizei ein geglückter Anlagebetrug gemeldet. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde ein 76-Jähriger aus dem Bereich Lubmin bereits im Mai über eine Fernsehsendung auf ein vermeintlich lukratives Anlageangebot aufmerksam. In weiterer Folge trat er über die eingeblendete Telefonnummer mit den Mitarbeitern des vermeintlichen Unternehmens in Kontakt und eröffnete, gegen Zahlung von 500 Euro, ein Anlagekonto. In weiterer Folge wurde dem Geschädigten immer wieder suggeriert, dass sein Investment hohe Gewinne erzielt habe, er jedoch einen gewissen Prozentsatz Steuern oder Bearbeitungsgebühren zahlen müsse. Dieser Aufforderung kam der Geschädigte mehrfach nach, sodass ihm ein Gesamtschaden von ungefähr 86.400 Euro entstand.
Als er Anfang Juli mehrfach versuchte Kontakt zu den Betrügern aufzunehmen, jedoch keine Antwort mehr erhielt, vermutete der Rentner Opfer eines Betruges geworden zu sein und wandte sich schließlich an die Polizei.

Eine weitere Betrugsanzeige nahmen Beamte des Polizeirevieres Ueckermünde am gestrigen Tag, 14. Juli 2026, auf. Bislang unbekannte Täter kontaktierten einen 83-Jährigen aus der Region unter dem Vorwand dessen Enzyklopädie kaufen zu wollen. In weiterer Folge trafen sich die vermeintlichen Käufer am Montag mit dem Geschädigten und es wurde ein Vertrag aufgesetzt, in welchem festgehalten wurde, dass der Geschädigte 16.500 Euro für die Bücher erhalten solle. Damit der Vertrag zustande kommen könne, forderten die Täter im weiteren Gespräch die Geldkarte des Rentners, welcher diese schließlich auch aushändigte.

Durch einen Anruf bei seiner Hausbank am Folgetag des Treffens brachte der 83-Jährige in Erfahrung, dass bislang 1.000 Euro unautorisiert von seinem Konto abgebucht wurde. Seine EC-Karte ließ er in weiterer Folge sperren.

Wie eingangs geschildert nutzen Kriminelle immer wieder derartige Vorwände, um an die Ersparnisse der Menschen zu gelangen.
Die Polizei rät daher:

- Seien Sie skeptisch! Prüfen Sie vermeintliche Anbieter kritisch
und recherchieren Sie nach Bewertungen des Unternehmens. Nicht jede
seriös erscheinende Webseite oder App ist tatsächlich
vertrauenswürdig.

- Geben Sie keine sensiblen Daten preis und geben Sie keine
Zahlungsmittel an Unbekannte heraus.

- Seien Sie misstrauisch, wenn Ihnen außergewöhnlich hohe Gewinne
versprochen werden.

- Gewähren Sie niemandem Zugriff auf Ihren Computer mittels
Fernwartungssoftware (z. B. AnyDesk oder TeamViewer) oder auf ihre
Bankkonten.

- Achten Sie auf möglichen Identitätsdiebstahl und versenden Sie
keine Kopien Ihrer Ausweisdokumente.

- Überweisen Sie kein Geld auf unbekannte ausländische Konten von
Privatpersonen oder angeblichen Firmen.

- Prüfen Sie Ihre Konten regelmäßig auf unberechtigte Abbuchungen.

- Wenden Sie sich im Zweifelsfall an die Polizei.

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