LKA-MV: Gemeinsame Pressemitteilung der DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige GmbH, des DRK-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V. und des Landeskriminalamtes Mecklenburg-Vorpommern zum Projekt MERP

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Quelle Bild: Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern
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Nr.6311204  | 09.07.2026  | LKA  | Landeskriminalamt

Rampe (ots) -

Gemeinsame Pressemitteilung der DRF Stiftung Luftrettung
gemeinnützige GmbH, des DRK-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern
e.V. und des Landeskriminalamtes Mecklenburg-Vorpommern:

Start der Realisierungsphase des durch die DRF Stiftung Luftrettung
geförderten Projekts "MERP" (Medizinische Einsatztaktik von
Rettungsdienst und Polizei) zur Verbesserung der medizinischen
Zusammenarbeit von Polizei und Rettungsdienst bei herausragenden
polizeilichen Einsatzlagen am 20.07.2026.

Polizeiliche Einsatzlagen mit einer hohen Gefährdungslage, in denen
medizinisches Personal zur Versorgung von schwerverletzten Personen
nicht unmittelbar zum Einsatz kommen kann, sind glücklicherweise
selten. Dennoch ergeben sich für Einsatzkräfte daraus besondere
Risikofaktoren.

In den letzten Jahren hat sich die weltweite sowie auch landesweite
Sicherheitslage stark verändert. Terrorismus, Amoktaten, hybride
Bedrohungen und Sabotage stellen die Behörden und Organisationen mit
Sicherheitsaufgaben (BOS) vor besondere Herausforderungen.

Vernetzte Zusammenarbeit in besonderen Einsatzlagen:
Vor diesem Hintergrund sollen Polizei, Rettungsdienst, Luftrettung
und Katastrophenschutz enger verzahnt und organisatorische wie
medizinische Abläufe einsatztaktisch aufeinander abgestimmt werden.
Ziel ist es, dass die "Räder Polizei und Rettungsdienst
ineinandergreifen". Das gilt vor allem in Lagen, in denen der
Rettungsdienst aus Gründen der Eigensicherung nicht sofort tätig
werden kann, wie zum Beispiel bei einem Amoklauf eines bewaffneten
Täters in einem Einkaufszentrum oder einer Schule. Schwerverletzte
können in einem solchen Fall vor Ort nicht durch die Rettungskräfte
behandelt werden, so lange der oder die Täter nicht festgenommen und
die Gefahrenlage durch die Polizei bereinigt wurde.

Die medizinische Erstversorgung erfolgt in diesen Lagen durch
Polizeikräfte, insbesondere durch die Rettungssanitäter der
Landespolizei sowie durch die Einsatzsanitäter der Spezialeinheiten
des Landeskriminalamts (LKA). Die Verletzten werden im Anschluss
entweder aus dem Gefahrenbereich verbracht und an den regulären
Rettungsdienst übergeben oder dieser übernimmt - nach endgültiger
Beseitigung der Gefahrenlage - die Versorgung im inneren Einsatzraum.

Das Projekt "MERP" knüpft genau hier an. Unter Koordinierung des LKA
Mecklenburg-Vorpommern wird ein Qualifizierungs und
Kooperationsprojekt mit den Projektpartnern DRF Stiftung Luftrettung
gemeinnützige GmbH (DRF Luftrettung) und dem DRK-Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V. (DRK-Landesverband) umgesetzt, das die
medizinische Zusammenarbeit von Polizei und Rettungsdienst optimal
auf solche polizeilichen Einsatzlagen abstimmt. Der DRK-Landesverband
und die DRF Luftrettung unterstützen als fachliche Partner mit ihrer
Erfahrung und Expertise in der präklinischen Notfallversorgung, im
Katastrophenschutz und in der Ausbildung - sowohl am Boden als auch
in der Luft. Als Teil der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr sind sie
ein wichtiges Bindeglied für eine aufeinander abgestimmte
medizinische Einsatztaktik und tragen Sorge dafür, dass im Ernstfall
jede Kraft weiß, wofür sie einsteht.

Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren und läuft bis Ende
Februar 2028.

Klares Projektziel mit fundierten Ergebnissen für alle
Projektbeteiligten:
Ziel des durch die DRF Stiftung geförderten Projekts ist die
Verbesserung der Zusammenarbeit von Rettungsdienst und Polizei in
einem miteinander verzahnten standardisierten Hilfeleistungssystems.

Dieses Ziel soll erreicht werden u. a. über
- die Aus und Fortbildung der Polizei über die reguläre Erste Hilfe
Ausbildung hinaus (taktische Erstversorgung),
- die Aus und Fortbildung von Rettungsdienst, Luftrettung und
Katastrophenschutz durch Workshops und gemeinsame Trainings,
- die Entwicklung von Leitlinien, Handlungsempfehlungen bzw. SOPs
(Standard Operation Procedures) für die Polizei mit Nutzung durch
Rettungsdienst und Katastrophenschutz,
- die Durchführung einer gemeinsamen, realitätsnahen Abschlussübung
zu einer polizeilichen Einsatzlage mit medizinischem Schwerpunkt

Die Abschlussübung wird den Höhepunkt des Projekts darstellen. Die
Übung wird sich an einer realen Bedrohungslage orientieren und im
geschützten Rahmen zeigen, wie gut die neu geschaffenen Abläufe
greifen. Die Ergebnisse dieser Übung werden fachlich ausgewertet, um
Stärken sichtbar zu machen und Verbesserungspotenziale klar zu
benennen. Auf diese Weise entsteht ein Lernkreislauf, der über den
Projektzeitraum hinaus wirken soll.

Darüber hinaus wird während des Projekts, in den Workshops, ein
besonderes Augenmerk auf realitätsnahe Trainings (Notfalldarstellung,
Einsatzmaterial, Szenarien) sowie einen intensiven
organisationsübergreifenden Austausch und Netzwerkbildung gelegt.

Gemeinsam legen DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige GmbH,
DRK-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. und LKA MV mit Beginn
der Realisierungsphase des Projekts am 20.07.2026 den Grundstein für
einen gegenseitigen Lern- und Qualifizierungsprozess, kooperativ und
über Organisationsgrenzen hinweg, innovativ und zukunftsorientiert,
zum Nutzen aller.

Ansprechstellen bei den Projektbeteiligten:
DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige GmbH
Rita-Maiburg-Straße 2
70794 Filderstadt
Tel.: 0711-7007 2205
presse@drf-luftrettung.de

DRK-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Bereichsleitung Nationale Hilfsgesellschaft
Wismarsche Strasse 298
19055 Schwerin
Tel.: 0385/5914712
t.powasserat@drk-mv.de

Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern
Direktionsbüro - Pressestelle/Öffentlichkeitsarbeit
Retgendorfer Straße 9
19067 Rampe
Tel.: 03866-64 8700 / 8702
presse@lka-mv.de

Bildhinweis:
Quelle Bild 1: Notfallrettung - Kreisverband Wolfach e.V. (https://ww
w.kv-wolfach.drk.de/start/angebote/rettungsdienst/notfallrettung.html
)
Quelle Bild 2: Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern

Rückfragen bitte an:

Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern
Pressestelle
Niels Borgmann
Telefon: 03866 64 8700
E-Mail: presse@lka-mv.de
http://www.polizei.mvnet.de


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