LWSPA M-V: Tödlicher Bootsunfall auf dem Greifswalder Bodden

Nr.6276911  | 18.05.2026  | LWSPA M-V  | Landeswasserschutzpolizeiamt M-V

Lubmin (ots) -

Am Samstag, den 16.05.2026, gegen 16.45 Uhr meldete sich die Besatzung einer Segelyacht über den internationalen Not- und Anrufkanal 16 bei der Rettungsleitstelle See der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS): Ein Miet-Angelboot war auf dem Greifswalder Bodden vor Lubmin gekentert. An Bord befanden sich zwei männliche Personen (43 und 45 Jahre), die bei der Kenterung ins Wasser gefallen waren. Die Rettungsleitstelle See alarmierte umgehend das Seenotrettungsboot HEINZ ORTH/DGzRS-Station Freest und den Seenotrettungskreuzer BERTHOLD BEITZ/DGzRS-Station Greifswalder Oie sowie einen Rettungshubschrauber von NHC Northern Helicopter. Die Verkehrszentrale hörte den Mayday-Ruf ebenfalls und informierte die Wasserschutzpolizeiinspektion (WSPI) Wolgast, die ebenfalls ein Streifenboot zum Unfallort verlegte. Die Besatzung der Segelyacht konnte beide verunfallte Personen aus dem Wasser bergen. Der Rettungshubschrauber winschte noch während der Fahrt zum Hafen medizinisches Personal auf die Segelyacht ab, das daraufhin die Versorgung übernahm. Landseitige Rettungskräfte behandelten die stark unterkühlten Männer. Einer der beiden verunfallten Männer verstarb trotz Reanimationsmaßnahmen noch in der Marina, die zweite Person wurde in ein Krankenhaus verbracht.
Das verunfallte Boot wurde durch die BERTHOLD BEITZ geborgen und in einen nahen Hafen geschleppt. Betriebsstoffe traten nicht aus.
Durch den Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion (KPI) Anklam und der WSPI Wolgast wurden entsprechende Ermittlungen zur Todesursache sowie zum Unfallhergang aufgenommen sowie ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet. Die WSPI Wolgast nahm zusätzlich eine Sportbootunfallanzeige auf. Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung erhielt ebenfalls Kenntnis. Die Ermittlungen dauern an.

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