POL-NB: Unbekannte Täter erlangen nach Anlagenbetrug mehr als 700.000 Euro
LK V-G/V-R (ots) -
Der Polizei in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen wurden im Verlauf dieser Woche zwei hohe Betrüge gemeldet.
Am gestrigen Tag (25.03.2026) erschien ein Anzeigenerstatter im Polizeirevier Ueckermünde, welcher angab 60.000 Euro bei einem Anlagenbetrug verloren zu haben. Offenbar war er mit seiner Frau über einen Internet-Clip auf ein Anlagen-/Bitcoin-Geschäft aufmerksam geworden. Daraufhin nahmen sie telefonischen Kontakt mit einem darin präsentierten "Broker" auf, welcher erstmal empfahl einen geringen Betrag gewinnbringend anzulegen. Nachdem der angebliche Broker der Familie aus dem Bereich Uecker-Randow den investierten Betrag mit Gewinnanteil zurücküberwies, wurden innerhalb von sechs Wochen weitere Überweisungen getätigt. Dabei wurden immer höhere Gewinne versprochen und empfohlen, die Investitionen zu erweitern. Als die Familie schließlich vergeblich ihr Geld zurückforderte, wurde Anzeige bei der Polizei erstattet.
Ein 77-jähriger Mann von der Insel Rügen erstattete in dieser Woche Anzeige bei der Polizei, weil auch er Opfer eines mutmaßlichen Anlagebetruges geworden ist. Nach bisherigen Erkenntnissen schloss der Geschädigte über einen längeren Zeitraum hinweg mehrere vermeintliche Anlageverträge ab. Dabei handelte es sich unter anderem um angebliche Fest- und Tagesgeldanlagen bei einer vermeintlichen Bank im Ausland. Parallel dazu nutzte er auch ein Online-Investitionsmodell. Im Vertrauen auf die Seriosität der Angebote investierte der Mann über mehrere Monate hinweg mehrere Hunderttausend Euro. Die Überweisungen erfolgten auf Konten im Ausland, die den angeblichen Anlagefirmen beziehungsweise der vermeintlichen Bank zugeordnet wurden.
Ein Teil der Anlagen soll mit festen Laufzeiten versehen gewesen sein. Als der Geschädigte versuchte, einzelne Verträge fristgerecht zu beenden und sich die angelegten Gelder auszahlen zu lassen, blieb die Auszahlung aus. In der Folge brach der Kontakt zu den vermeintlichen Ansprechpartnern vollständig ab und der Mann erstattete Anzeige bei der Polizei. Der entstandene Schaden beläuft sich auf etwa 650.000 Euro.
Die Polizei hat in beiden Fällen Ermittlungen wegen des Verdachts des Betruges aufgenommen.
Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor betrügerischen Anlageangeboten:
- Prüfen Sie die vermeintlichen Anbieter kritisch und suchen Sie
nach Rezensionen der jeweiligen Firma. Nicht jede Website, die
seriös erscheint, ist es auch.
- Geben Sie keine sensiblen Daten preis.
- Seinen sie kritisch und besonders vorsichtig bei vermeintlichen
Angeboten mit ungewöhnlich hohen Zinsen und Gewinnen.
- Prüfen Sie genau, ob es sich bei Banken und Anbietern
tatsächlich um zugelassene und regulierte Institute handelt.
- Überweisen Sie kein Geld auf ausländische Konten, ohne sich
zuvor umfassend über den Anbieter informiert zu haben.
- Betrüger nutzen häufig professionelle Internetseiten und
gefälschte Unterlagen, um Seriosität vorzutäuschen.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und vermeiden Sie
vorschnelle Entscheidungen.
- Ziehen Sie im Zweifel unabhängige Beratung hinzu, beispielsweise
durch Ihre Hausbank oder offizielle Aufsichtsbehörden.
Wer selbst Geld angelegt hat und Zweifel an der Seriosität eines Anbieters hat, sollte umgehend Kontakt mit seiner Bank aufnehmen und Anzeige bei der Polizei erstatten.
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