POL-HRO: Ermittlungen nach Zeugenhinweis am Hauptbahnhof Schwerin
Schwerin, Amt Grabow (ots) -
Nach einem Zeugenhinweis hat die Polizei umfangreiche Ermittlungen wegen mehrerer Straftaten am Schweriner Hauptbahnhof eingeleitet.
Ein Zeuge wandte sich am Montag, d. 23.02.2026, gegen 20:25 Uhr an die Bundespolizei am Hauptbahnhof in Schwerin, nachdem er in den Räumlichkeiten einer Bahnhofstoilette eine pulverförmige Substanz festgestellt hatte, bei der der Verdacht auf Betäubungsmittel bestand.
Die eingesetzten Beamten der Bundespolizei überprüften den Sachverhalt umgehend. Mithilfe der vorhandenen Videoüberwachung konnten vier Personen festgestellt werden, die mit dem aufgefundenen Pulver in Verbindung stehen. Die Einsatzkräfte trafen die vier Personen, darunter drei Minderjährige, wenig später an der Bushaltestelle im Bereich des Bahnhofs an.
Bei der Durchsuchung der Personen fanden die Beamten bei einem 24-jährigen deutschen Tatverdächtigen Betäubungsmittel auf. Entsprechende Drogenvortests verliefen bei allen vier Personen positiv. Im weiteren Verlauf wurde der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Schwerin hinzugezogen.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand besteht der Verdacht, dass der 24-Jährige die Betäubungsmittel an die drei Minderjährigen im Alter von 15 und 16 Jahren überlassen habe. Die vier Personen sind im Landkreis Ludwigslust-Parchim wohnhaft.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde in der selben Nacht zudem die Wohnung des 24-jährigen Beschuldigten im Amt Grabow durchsucht. Dabei stellten die Einsatzkräfte verbotene pyrotechnische Gegenstände sicher. Gegen den Mann wird nun wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt.
Im Rahmen der Maßnahmen wurden auch bei den Brüdern des Beschuldigten (17 und 21 Jahren Jahre alt) verbotene Gegenstände festgestellt. Gegen sie wird ebenfalls wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz sowie gegen das Waffengesetz ermittelt.
Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um deutsche Staatsangehörige.
Die weiteren Ermittlungen führt das Kriminalkommissariat Ludwigslust.
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