LKA-MV: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Stralsund und des Landeskriminalamts MV - Ermittlern gelingt Schlag gegen Telefonbetrüger
Rampe (ots) -
Im Rahmen der deutsch-polnischen Zusammenarbeit konnte im Bereich von Ermittlungen zum sogenannten Callcenterbetrug ein Abholer ausfindig gemacht und festgenommen werden.
Bei Ermittlungsmaßnahmen im Kontext des mit EU-Mitteln geförderten bundesweiten Projektes CESA (Callcenterbetrug - Enkeltrick - Schockanrufe) wurden den deutschen Behörden am 18.02.2026 durch polnische Behörden inkriminierte Telefonnummern gemeldet, welche in Verbindung zu aktuellen Straftaten stehen. Zugrundeliegend sind hier Straftaten durch Schockanrufe mit dem bereits seit längerem genutzten Modus Operandi der Verwendung einer Unfalllegende mit anschließender Kautionsforderung.
Während der Ermittlungen des LKA MV wurden in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Stralsund Telefonnummern überwacht und die dortigen Gespräche ausgewertet. Als sich eine Tat am 19.02.2026 immer mehr konkretisierte, konnte, in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium in Karlsruhe, der Abholer bei der Anfahrt zu einem Betrugsopfer im rheinland-pfälzischen Speyer mittels von hier initiierten Maßnahmen durch Spezialkräfte festgenommen werden. Der 89-jährige Rentner wartete bereits mit Vermögenswerten von mehreren tausend Euro auf die von den Tätern fingierte Kautionsübergabe.
Auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse ist durch das Amtsgericht Ludwigshafen der von der Staatsanwaltschaft Ludwigshafen beantragte Haftbefehl erlassen worden. Der Beschuldigte wurde nach richterlicher Vorführung in eine Justizvollzugsanstalt verbracht. Bei ihm handelt es sich um einen 25-jährigen polnischen Staatsbürger.
Durch die erfolgreiche und zielgerichtete länderübergreifende Zusammenarbeit der beteiligten Dienststellen ist somit ein Schlag gegen die organisierte Kriminalität zu Lasten älterer Menschen gelungen. Dies zeigt einmal mehr die Bedeutung eines bundesweiten und länderübergreifenden Austauschs im Bereich polizeilicher und staatsanwaltlicher Ermittlungen.
Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Weitere Informationen zu den verschiedenen Arten von Telefonbetrug können Sie hier finden:
https://www.polizei.mvnet.de/Pr%C3%A4vention/Zielgruppen/Generation-60plus/
https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/
Mögliche Rückfragen sind an die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Stralsund oder
das Landeskriminalamt MV zu richten.
Rückfragen bitte an:
Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern
Pressestelle
Niels Borgmann
Telefon: 03866 64 8700
E-Mail: presse@lka-mv.de
http://www.polizei.mvnet.de
Original-Content von: Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern, übermittelt durch news aktuell




