Unfallserie in Ostvorpommern hält an
Trassenheide / Rücksichtslose Radfahrer - Fahrerflucht
Rücksichtslos verhielten sich vier Radfahrer am Mittwoch, 15:45 Uhr, als sie unerlaubter Weise auf dem Fußweg der Strandstraße in Höhe des Sommerkinos fahrend und trotz des Erkennens einer Kindergruppe nicht auswichen und auf diese zufuhren. Ein neunjähriger Junge der achtköpfigen Gruppe (alle zwischen 7 und 9 Jahre alt), die schon ganz links auf dem Weg unterwegs war, wurde von einem ca. 40 bis 50-jährigen Radfahrer angefahren. Der Junge erlitt durch den Stoss des Lenkers Prellungen an den Rippen. Der Mann fuhr, wie die anderen Radler, nicht nur weiter, er schimpfte auch noch auf die Frau ein, die die Kinder begleitete. Der Tatverdächtige fiel durch schiefe Zähne auf. Er trug eine Brille und war, wie die anderen Radfahrer auch, mit einem sportlichen Rad unterwegs. Sie hatten alle schwarze Fahrradhelme auf.
Wer Hinweise geben kann, möchte sich bitte mit der Polizei in Verbindung setzen. Telefon: (03836) 252 224.
Koserow / Wieder schwerer Verkehrsunfall
Die Serie schwerer Verkehrsunfälle im Direktionsbereich Anklam hält an. Am Donnerstag, 07: 50 Uhr, wurde einem 75-jährigen Radfahrer die Vorfahrt von einem Lkw genommen, der von der Siemensstraße in die Hauptstraße einbog. Durch den seitlichen Aufprall stürzte der Radfahrer, der dadurch schwere Kopfverletzungen erlitt. Der Geschädigte, ein Urlauber aus Berlin, wurde mit einem Rettungshubschrauber zum Greifswalder Klinikum geflogen. Der 61-jährige Lieferant blieb unverletzt. Erst Gestern wurde eine 85-jährige Rentnerin in Trassenheide beim Überqueren eines Fußgängerüberweges in Usedom von einem Pkw angefahren und schwer verletzt. Ein 60-jähriger Kraftfahrer kam am Montag bei einem Unfall nahe Pelsin ums Leben, als er auf gerader Strecke von der Fahrbahn abkam und mit zwei Straßenbäumen kollidierte.
Eine 47-jährige Kraftfahrerin war ebenfalls am Montag bei Daugzin von der Straße abgekommen und gegen einen Straßenbaum geprallt. Während diese Frau schwere Verletzungen erlitt, endete am Samstag für ein zweijähriges Mädchen ein Unfall bei Görke tödlich. Sie war nach einer Kollision zweier Autos aus ihren Sitz herausgeschleudert worden.
Die Polizeidirektion Anklam appelliert daher erneut an alle Kraftfahrer, sich daran zu erinnern, dass sie nicht nur für sich, sondern auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer Verantwortung tragen. Wer hingegen bewusst auf riskante Überholmanöver setzt, ja sogar meint, Geschwindigkeitsrekorde brechen zu müssen oder auf Vorfahrtsregeln "pfeifen zu können", wird sich früher oder später eines Besseren belehren lassen müssen. Auf den Boden der Tatsachen geholt, ist es aber dann für einen selbst oder das unschuldige Opfer zu spät. Da nützt dann auch die Spritze für den Schock nichts mehr, die Strafe kommt trotzdem!




