Verkehrsunfallstatistik PD Anklam

PD Anklam / Anzahl der Verkehrstoten weiter rückläufig

Nr.ANK-2804-04/2009  | 28.04.2009  | PP NB  | Polizeipräsidium Neubrandenburg

PD Anklam / Anzahl der Verkehrstoten weiter rückläufig

Eine positive Bilanz kann die Polizeidirektion Anklam nach der jetzt vorliegenden Statistik zur Unfallstatistik 2008 vermelden, wonach die Anzahl der Verkehrstoten gegenüber 2007 von 23 auf 18 sank. In 2003 waren es sogar noch 63 Personen. Erfreulich auch, dass die Anzahl der Verletzten weiter rückläufig ist.

Die Anzahl der Verkehrsunfälle stieg hingegen von 8 577 auf 8 785 im Jahr 2008, ein + von 208 Unfällen (+3,4 %).

Verkehrsunfälle nach Polizeiinspektionen

Unfälle gesamt  2008  2007 2003
 PD Anklam  8 785 8 577 8 655
PI Anklam  3 911 3 681 3 555
 PI Pasewalk 2 448 2 466 2 885
PI Greifswald 2 426 2 430  2 215

Erfreulich in diesem Zusammenhang ist auch der Rückgang der tödlich verletzten jungen Fahrer. Waren es 2007 noch 14 der 23 verstorbenen Verkehrsteilnehmer, sind es jetzt sechs von 18. In 2008 verursachten wie in 2007 sechs junge Fahrer Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang.

Verkehrstote in den Polizeiinspektionen (in Klammern: Verletzte)

Verkehrstote 2008 2007 2003
PD Anklam 18 (1 180) 23 (1 228) 63 (1 558)
PI Anklam  7 (518) 12 (538) 32 (625)
PI Pasewalk  9 (314) 5 (332)  21 (458)
PI Greifswald  2 (348) 6 (358) 10 (475)

Hauptunfallursachen PD Anklam

Unfallursachen 2008 2007 2003
Geschwindigkeit 98  515  734
Alkohol 1 187 242
Überholen 209 224 318
Vorfahrt 655 715 712
Abstand 830 827 1068

Baumunfälle / Wildunfälle

Im Jahr 2008 kam es zu 214 Baumunfällen (2007: 196). Dabei kamen sieben Menschen ums Leben. (2007: 16, 2003: 27)

Die Kraftfahrer sind nach wie vor gefordert, wenn es um die Vermeidung von Wildunfällen geht.

In 2008 trugen sie mit 23,14 Prozent (= 2 033 Unfälle) zur Gesamtunfallbilanz bei.

Baum / Wild 2008 2007
PD Anklam 214 / 2 023 196 / 1 910
PI Anklam  130 / 1 007  112 / 953
PI Pasewalk  69 / 779 59 / 745
PI Greifswald  15 / 237  25 / 212

Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort

Im Jahr 2008 kam es bei den 8 785 Unfällen zu 1 373 Fällen des Unerlaubten Entfernens vom Unfallort. Das heißt, dass jeder 7. Fahrer nach verursachten Personen- oder Sachschäden das Weite suchte. Die Gründe dafür dürften vielfältig sein. Sei es der Gedanke an der schlechter werdenden Schadenfreiheitsklasse oder aber die Angst, als Alkoholfahrer enttarnt zu werden. Die Aufklärungsquote bei dieser Straftat, die mit einer Geldstrafe oder bis einer Freiheitsstrafe von drei Jahren belegt ist, lag bei 42,8 Prozent.

Unfallflucht 2008 2007
PD Anklam 1 373 1 306
PI Anklam 589 503
PI Pasewalk 309 327
PI Greifswald 475 476

Junge Fahrer

1 633 Unfälle (jeder 5.) wurden von jungen Fahrern (unter 25) verursacht.

Kontrollen

Die Anklamer Polizeidirektion realisierte im letzten Jahr 8 069 Verkehrskontrollen. Bei über 600 000 kontrollierten Fahrzeugen wurden knapp 44 500 Verstöße registriert und geahndet. So waren in 25 000 Fällen Fahrzeugführer zu schnell unterwegs, 664 Fahrer standen unter Alkoholeinfluss, 621 telefonierten mittels Handy und 255 fuhren bei Rot über die Kreuzung.

Prävention

Die im Direktionsbereich sechs tätigen Präventionsberater waren neben der Kriminalprävention auch auf dem Gebiet der Verkehrsprävention aktiv. Bei 370 Maßnahmen, ob bei den Aktionen "Junge Kraftfahrer", Blinde und Sehbehinderte im Straßenverkehr", "Sicher im Sattel" oder den Fahrsicherheitstrainings auf dem Flugplatz in Peenemünde wurden über 13 000 Teilnehmer, ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, direkt angesprochen bzw. praxisnah in Tests für mehr Sicherheit im Straßenverkehr einbezogen.