Fast an jedem Arbeitstag ein Treffer durch die Landespolizei in der DNA-Analysedatei
Der DNA-Beweis ist eines der erfolgreichsten kriminalistischen Instrumente bei der Identifizierung von Tätern und der Zuordnung von Tatspuren.In MV konnte im Jahr 2008 mit 203 Treffern in der bundesweiten DNA-Analysedatei durchschnittlich fast an jedem Arbeitstag ein "Treffer" erzielt werden. Die Kriminaltechniken von Bund und Ländern wurden in den vergangenen Jahren mit Anträgen überrollt. So wurde in den letzten 10 Jahren eine Verdreifachung des Auftragsvolumens im Bereich der DNA-Analytik im LKA MV verzeichnet. Die personelle Aufstockung von 5 auf 10 Mitarbeiter im DNA-Bereich des LKA MV war eine notwendige Reaktion darauf.Die begleitende technische Aufrüstung bis 2007 hatte ein Gesamtvolumen von 639.000 €.Daneben stiegen die Kosten für die Verbrauchsmittel, die für die DNA-Analyse im LKA MV ausgegeben werden müssen, von 2002 mit 153.144 € auf 548.210 € im Jahr 2008 an. Auf Grund rechtlicher Veränderungen sowie einer weiter verbesserten Spurensicherung der Polizeibeamten vor Ort zeichnete sich Anfang des Jahres 2008 eine Antragssteigerung im Bereich der DNA-Spurenvorgänge im LKA MV ab. "Um die ständig steigende Zahl von Proben abarbeiten zu können, hat das Innenministerium noch im Jahr 2008 vorzeitig weitere finanzielle Mittel in Höhe von 320.000 EUR für neue Technik in den Laboren des Kriminaltechnischen Instituts bereitgestellt," so Innenminister Lorenz Caffier heute bei der offiziellen Übergabe dieser DNA-Technik an das LKA MV.Im Einzelnen handelt es sich um 1 Extraktionsroboter, 2 Pipettierroboter, 1 Thermocycler, 1 DNA-Analyzer sowie 1 Real-Time PCR. Mit dieser Technik ist es möglich, DNA-Spurenvorgänge effektiver, schneller und kostengünstiger auszuwerten.Insgesamt wird gegenüber dem vorherigen Leistungsvolumen eine Aufstockung im Probendurchsatz von ca. 50 % erwartet.Dadurch wird es möglich sein, die durch die Staatsanwaltschaften, Gerichte und Polizeidienstellen eingesandten DNA-Proben schneller auszuwerten und Ergebnisse zu liefern. Die Erfolge in der Aufklärung schwerster Straftaten in MV durch die Unterstützung der DNA-Analyse sind beachtlich. Als herausragende Beispiele seien hier der Mordfall der Antje Struck aus Rostock und der Mordfall "Carolin" aus Gelbensande im Jahr 2005 genannt. In beiden Fällen hatte eine DNA-Analyse großen Anteil an der Überführung und Verurteilung der Tatverdächtigen.Dazu der Direktor des Landeskriminalamtes Mecklenburg-Vorpommern, Herr Prof. Ingmar Weitemeier:"In Zukunft wird es weiter darauf ankommen, die Polizeibeamten der Dienststellen vor Ort weiter für die Suche und Sicherung von möglichen DNA-Spuren an Tatorten zu sensibilisieren, damit Straftäter in Mecklenburg-Vorpommern auch in Zukunft zu keiner Zeit sicher sein können, nicht anhand einer DNA-Spur auch noch Jahre nach der Tat überführt zu werden."Landeskriminalamt Mecklenburg-VorpommernRetgendorfer Straße 09, 19067 RampeE-Mail: presse@lka-mv.de Telefon: (03866) 64- 8700Telefax: (03866) 64 – 8002V. i. S. d. P. Olaf Seidlitz




