POL-NB: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Stralsund und des Polizeipräsidiums Neubrandenburg - Schlag gegen die Drogenkriminalität -

Nr.4944915  | 17.06.2021  | PP NB  | Polizeipräsidium Neubrandenburg

Stralsund (ots) - In der Kriminalpolizeiinspektion Anklam werden seit längerer Zeit umfangreiche Ermittlungskomplexe geführt, welche sich gegen mehrere Beschuldigte richten. Es besteht der der Verdacht des Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Allein bei dem Haupttatverdächtigen belaufen sich die Ermittlungen auf fast 2 kg Kokain und mehr als 48 kg Marihuana, was einem Straßenverkaufswert von weit über einer halben Million Euro entspricht.

Das Amtsgericht Stralsund hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft und auf Grundlage der Erkenntnisse der Ermittler mehrere Durchsuchungsbeschlüsse erlassen. Zudem wird wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt. Hier wurde ein Vermögensarrest in Höhe von über 200.000 EUR erlassen. Außerdem ordnete das Amtsgericht die Beschlagnahme eines durch die Geldwäsche erlangten Grundstückes an, da der Verdacht besteht, dass der Kaufpreis des Grundstückes mit inkriminierten Geldern beglichen wurde.

Am vergangenen Wochenende erfolgten die Umsetzungen der Beschlüsse und die vorläufige Festnahme von zwei Beschuldigten. Dabei waren zeitweise bis zu 85 Kräfte im Einsatz. Unterstützt wurden die Ermittler dabei auch von Kräften des Landeskriminalamtes M-V und zwei Diensthundeführern aus Brandenburg mit einem Bargeldsuchhund und einem Datenträgersuchhund.

Die vorläufige Festnahme der beiden 20 und 22 Jahre alten deutschen Beschuldigten erfolgte durch Zugriff von Spezialkräften auf ihre Fahrzeuge. Ein Pkw wurde dabei beschädigt. In den Fahrzeugen wurden über 20.000 EUR Bargeld aufgefunden und sichergestellt, welche für den Ankauf von Betäubungsmitteln mitgeführt wurden. Die beiden Beschuldigten wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Haftrichter vorgeführt. Die Untersuchungshaftbefehle wurden erlassen und beide in Justizvollzugsanstalten verbracht.

Die Durchsuchungen erfolgten an sechs Objekten (Wohnungen und Häuser) im Bereich Stralsund, Rostock und Barth. Dabei wurden etliche Mobiltelefone, Speichermedien und Computer beschlagnahmt. Auch ein Sturmgewehr vom Typ Kalaschnikow mit dazugehöriger Munition wurde aufgefunden, ob dieses beschussfähig ist, muss eine genaue Untersuchung zeigen.

Im Rahmen der Finanzermittlungen wurden Vermögenswerte im Wert von über 19.000 Euro gepfändet und das betreffende Grundstück beschlagnahmt.

An Betäubungsmitteln wurden fast 4 kg Marihuana und diverse Tabletten sichergestellt.

Aus diesem Einsatz konnten die Ermittler Erkenntnisse über eine unmittelbar bevorstehende Betäubungsmittellieferung gewinnen. Um einen Ermittlungserfolg nicht zu gefährden, konnte der Einsatz nicht früher bekannt gegeben werden.

Die neuen Erkenntnisse führten dann am gestrigen Nachmittag (16.06.21) zu einem Einsatz in der Nähe von Krakow am See, an der A19. An diesem Einsatz waren über 30 Kräfte beteiligt. Die Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion Anklam wurden dabei von Spezialkräften des LKA und Diensthundeführern unterstützt.

Gegen 16 Uhr erfolgte der Zugriff der Spezialkräfte auf die beiden Fahrzeuge der Betäubungsmittellieferanten. Dabei versuchte ein Fahrzeugführer zu flüchten. Die Flucht konnte durch einen Schuss auf einen Reifen gestoppt werden.

In den beiden Fahrzeugen wurden drei Männer im Alter von 24, 28 und 37 Jahren festgestellt und vorläufig festgenommen. Hierbei handelt es sich um Männer mit Wohnsitz in Berlin, deren Staatsangehörigkeiten noch eindeutig geklärt werden müssen.

In dem Pkw wurden etwa 2 kg Marihuana und über 100 g Kokain festgestellt. Darüber hinaus wurden über 1.800 EUR Bargeld beschlagnahmt.

Auch diese drei Männer wurden heute auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Haftrichter vorgeführt. Die Vorführungen dauern derzeit noch an.

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