POL-NB: Nachmeldung zur Besetzung einer Pipeline-Baustelle in Wrangelsburg (LK Vorpommern-Greifswald)

Nr.4272670  | 16.05.2019  | PP NB  | Polizeipräsidium Neubrandenburg

Wolgast (ots) - Im Laufe des Tages kamen neben den Beamten des
Polizeireviers Wolgast, die Verhandlungsgruppe der Polizei M-V,
Vertreter der Fachbehörde für Bergrecht M-V und die
Versammlungsbehörde des Landkreises Vorpommern-Greifswald zur
Pipeline-Baustelle nach Wrangelsburg um einen sicheren Verlauf der
Eilversammlung gewährleisten zu können.

Durch die Versammlungsbehörde wurde dem Versammlungsleiter der
Aktivisten die Auflage erteilt, die Versammlung am Nachmittag zu
beenden und ihm wurden nach erfolgter Belehrung die Konsequenzen
einer Nichtbefolgung dargelegt.

Nach einer kurzzeitigen Fristverlängerung, weil die Aktivisten in
der Pipeline noch aufräumen wollten, verließen die drei Personen (ein
Mann und zwei Frauen) das Rohr und die Versammlung mit insgesamt
sechs Teilnehmern wurde um etwa 16:00 Uhr für beendet erklärt. Durch
Mitarbeiter der Baustelle wurde das Rohr noch einmal kontrolliert.

Es entstanden keine Schäden und niemand wurde verletzt. Die
Polizei bedankt sich für die Friedlichkeit und
Kooperationsbereitschaft der Versammlungsteilnehmer.

Text Erstmeldung:

Momentan befinden sich mehrere Beamte des Polizeireviers in
Wolgast in Wrangelsburg im Einsatz.

Die Aktionsgruppe ´Climate Justice Greifswald´ teilte am heutigen
Morgen in einer Pressemitteilung mit, dass sie seit 05:35 Uhr die
Baustelle einer Gaspipeline bei Wrangelsburg besetzen, ´um deren Bau
zu verzögern und auf Klimaschäden durch Erdgas aufmerksam zu machen´.

Gegen 07:00 Uhr meldete sich einer der Aktivisten auch in der
Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg und gab die
Aktion dort zur Kenntnis.

Derzeit befinden sich fünf Beamte des Reviers Wolgast vor Ort. Der
Leiter der Polizeiinspektion Anklam, LPD Gunnar Mächler, führt den
Einsatz. Die Verhandlungsgruppe der Polizei Mecklenburg-Vorpommern
wurde ebenfalls angefordert.

Nach unseren derzeitigen Erkenntnissen befinden sich insgesamt
acht Aktivisten im Baustellenbereich der Pipeline, fünf von ihnen
sollen sich in einem der Rohre befinden.

Das etwa 1,5 km lange Rohr ist nach Auskunft des anwesenden
Bauleiters verschweißt, sodass durch mögliche Sauerstoffknappheit ein
Gesundheitsrisiko für die Aktivisten bestehen könnte. Nach Abstimmung
mit dem Versammlungsleiter, welcher in Kontakt mit den Leuten im Rohr
steht, wurde ein Sauerstoffmessgerät an die Personen im Inneren der
Pipeline gegeben.

Die Aktion wird durch die Polizeiinspektion Anklam rechtlich als
Eilversammlung eingestuft. Die Versammlungsbehörde wurde informiert.

Die Sicherheit und Gesundheit der Aktivisten hat oberste
Priorität. Die Arbeiten an der Baustelle ruhen daher derzeit.

Eine mobile Pressestelle vor Ort ist eingerichtet. Wir berichten
unaufgefordert nach.




Rückfragen bitte an:

Nicole Buchfink
Polizeipräsidium Neubrandenburg
Pressestelle
Telefon: 0395/5582-2040
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