LKA-MV: Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern informiert Betroffene über geleakte Zugangsdaten

Nr.4216979  | 13.03.2019  | LKA  | Landeskriminalamt

Rampe (ots) - Im Zuge eines aktuellen Ermittlungsverfahrens des
Bundeskriminalamtes wurden dem Landeskriminalamt
Mecklenburg-Vorpommern im Februar 2019 über 4.000 Datensätze mit
Bezügen zu Mecklenburg-Vorpommern übermittelt. Die Daten beinhalten
u. a. Passwörter und erlauben somit möglicherweise den unberechtigten
Zugang zu E-Mail-Accounts oder sonstigen Accounts. Daneben sind auch
Datensätze ohne Passwort vorhanden.

Der Datenbestand wurde vom BKA an das Hasso Plattner Institut
(HPI) für den Identity Leak Checker (ILC) übergeben und ist dort
bereits eingestellt. Somit kann sich jeder Nutzer eines
Email-Accounts auf der Webseite des Hasso Plattner Instituts
vergewissern, ob die eigenen Daten betroffen sind. Die hinterlegte
Referenznummer beim HPI hierzu lautet 01/19-BK.

Aktuell sind aus Mecklenburg-Vorpommern verschiedenste
Institutionen, Organisationen und Personen betroffen.

Die Bestimmung eines genauen Alters der Daten ist derzeit nicht
möglich. Aufgrund von stichprobenartigen Recherchen des
Bundeskriminalamtes kann jedoch davon ausgegangen werden, dass ein
Großteil der Daten vermutlich älteren Datums ist. Trotz dieser
Annahme können die E-Mail-Adresse und Passwörter aber durchaus noch
in Gebrauch sein. Ebenso ist nicht auszuschließen, dass Passwörter
durch den jeweiligen Nutzer auch noch bei anderen Internetplattformen
genutzt werden.

Aktuell kann nicht eingeschätzt werden, woher diese Informationen
ursprünglich stammen. Nach Einschätzung des Bundeskriminalamtes
handelt es jedoch NICHT um Daten aus der ´Veröffentlichung von
personenbezogenen Daten von Politikern, Personen des öffentlichen
Lebens und weiteren Personen´ vom Jahresanfang 2019. Darüber hinaus
können die Daten auch Teil anderer, bereits bekannt gewordener
unrechtmäßiger Datenveröffentlichungen sein.

Alle bekannt gewordenen Betroffenen wurden bzw. werden je nach
Zuständigkeit durch das Computer Emergency Response Team (CERT) des
Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung
Mecklenburg-Vorpommern bzw. durch das Landeskriminalamt
Mecklenburg-Vorpommern informiert.

Sollte bereits ein Missbrauch der betroffenen Daten stattgefunden
haben, empfiehlt das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern,
umgehend Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Dies ist auf jeder
örtlichen Polizeidienststelle oder online über die Onlinewache der
Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern möglich.

Um weitere potentielle Gefahren abzuwehren, werden alle
Betroffenen gebeten, ihre Passwörter schnellstmöglich zu ändern. Ein
sicheres Passwort sollte folgende Minimalanforderungen aufweisen:

- mindestens acht Zeichen

- Nutzung der Groß- und Kleinschreibung

- komplexe Kombinationen aus Buchstaben, Zahlen sowie Satz- und
Sonderzeichen

- verschiedene Passwörter für unterschiedliche Internetplattformen
- sichere Aufbewahrung des Passwortes

- Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)nutzen, sofern verfügbar

Diese Hinweise gelten nicht nur für aktuell Betroffene. Vielmehr
empfiehlt das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern allen
Bürgerinnen und Bürgern, regelmäßig alle Passwörter zu ändern.




Rückfragen bitte an:

Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern
Pressestelle
Dr. Anna Lewerenz
Telefon: 03866/64-8702
E-Mail: presse@lka-mv.de
http://www.polizei.mvnet.de

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