POL-HRO: Mehrere Widerstände gegen Polizeibeamte in Rostock

Nr.4060568  | 13.09.2018  | PP HRO  | Polizeipräsidium Rostock

Rostock (ots) - Gleich zweimal leisteten mehrere Personen bei
ihrer vorläufigen Festnahme gegen Rostocker Polizeibeamte Widerstand.
Zwei Beamte erlitten dabei leichte Verletzungen.

Beide Vorfälle ereigneten sich in der Nacht zum 13.09.2018
innerhalb weniger Stunden. Gegen 01:00 Uhr wurden die Beamten über
eine körperliche Auseinandersetzung im Rostocker Studentenkeller
informiert. Hier soll ein offensichtlich alkoholisierter 28-Jähriger
mehrere Gäste aggressiv angepöbelt haben. In der Folge kam es zu
einer Rangelei zwischen mehreren Personen, bei der ein 29-Jähriger
einen Schlag ins Gesicht bekam.

Als die Beamten vor Ort waren, wollte der Tatverdächtige gerade
mit einem Taxi davonfahren. Das Taxi konnte gestoppt werden, der
Rostocker stieg aus, reagierte bereits äußerst aggressiv, beleidigte
die Beamten und griff sie an. Daraufhin kam es zum Einsatz von
Reizstoff. Der 28-Jährige versuchte zu flüchten und griff dabei
erneut einen Beamten an. Der Rostocker konnte aber nach einer kurzen
Verfolgung gestellt werden. Eine Atemalkoholmessung ergab einen Wert
von 1,76 Promille.

Der Tatverdächtige ist in der Vergangenheit bereits mehrfach
polizeilich in Erscheinung getreten. Die kriminalpolizeilichen
Maßnahmen dauern derzeit noch an.

Der zweite Vorfall geschah gegen 02:30 Uhr, als Beamte zu einer
Sachbeschädigung in die Lindenstraße gerufen wurden. Zwei Personen
sollen an einem Gebäude Graffiti angebracht haben. Diese waren jedoch
bei Eintreffen der Polizeibeamten nicht mehr am Tatort. Im Rahmen der
ersten polizeilichen Maßnahmen wurde durch einen Zeugen, der
Mitarbeiter eines Wachdienstes ist, mitgeteilt, dass die zwei
Tatverdächtigen aus einem Jugendzentrum in unmittelbarer Nähe kamen.

Die beiden Männer wurden angesprochen, konnten sich aber nicht
ausweisen. Mit der Tat konfrontiert sollten die Tatverdächtigen die
Beamten zum Streifenwagen begleiten. Hierbei kam es zu ersten
Pöbeleien, die in körperlichen Angriffen gegenüber den Beamten
endeten. In der Folge kamen acht Personen aus dem nahegelegenen
Jugendzentrum und wirkten verbal auf die Situation ein. Diesen Moment
nutzen die beiden Tatverdächtigen, um in der mit ihnen
sympathisierenden Gruppe Schutz zu suchen. Daraufhin wurden die
Beamten aus der Gruppe heraus beschimpft und bedroht. Die Situation
entwickelte sich soweit, dass ein Polizeibeamter zur Dienstwaffe
griff und die Gruppe aufforderte stehen zu bleiben.

Im selben Moment trafen weitere Polizeibeamte am Tatort ein und
die Lage beruhigte sich. Die Tatverdächtigen erwarten
Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen des Verdachts der
Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie
Sachbeschädigung.




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