POL-ANK: Netz-Panik um Exhibitionisten führt zur Bedrohung und falscher Verdächtigung

Nr.3969903  | 13.06.2018  | PP NB  | Polizeipräsidium Neubrandenburg

Insel Usedom (ots) - Ein auf der Insel Usedom wohnhafter
32-jähriger Mann sieht sich seit Tagen massiven verbalen Angriffen
von bislang noch unbekannten Tätern ausgesetzt. Er erstattete jetzt
Anzeige wegen Bedrohung, übler Nachrede und Verletzung des
höchstpersönlichen Lebensbereiches gegen Unbekannt. Vorausgegangen
waren gemachte Bilder von ihm in seinem grauen VW Golf mit
VG-Kennzeichen, die durch noch unbekannte Personen in Chat-Gruppen
wegen des Vorwurfs ein ´Kinderschänder´ und ´Exhibitionist´ zu sein,
eingestellt und in der Folge vielfach geteilt wurden. Offensichtlich
meinen jetzt einige Personen zudem noch, gestützt auf diffuse
Quellen, Selbstjustiz üben zu müssen. Die Folgen für den hier
unbescholtenen Mann, gegen den die Polizei in keiner Weise ermittelt,
sind für ihn und sein unmittelbares Lebensumfeld fatal. Wie bereits
in den lokalen Medien, wie in der Ostsee-Zeitung und im Nordkurier,
berichtet, hielt die Polizei am 08. Juni 2018 gegen einen auf der
Insel Usedom zurzeit wohnhaften 28-jährigen Mann, der früher
exhibitionistische Handlungen in Wolgast begangen hat, eine
Gefährderansprache. Diese Person weiß um den Kontrolldruck der
Polizei und sie zeigt sich kooperativ. Zu Straftaten gegenüber
Kindern ist es zudem nicht gekommen. Zu prüfen wird sein, ob
strafrechtliche Konsequenzen für die Personen drohen, die die
Daten/Fotos eingestellt und verbreitet haben. Einmal mehr zeigt sich
mit diesem Fall, wie wichtig es ist, sich auch in den sozialen
Netzwerken im Interesse aller Nutzer verantwortungsvoll zu bewegen.




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