POL-LWL: Polizei umsonst gerufen- Anzeigen wegen Notrufmissbrauchs

Nr.3888742  | 12.03.2018  | PP HRO  | Polizeipräsidium Rostock

Zülow/ Malliß (ots) - Nach zwei Vorfällen am Wochenende im
Landkreis Ludwigslust- Parchim, bei denen sich die Anrufer
hilfesuchend per Notruf an die Polizei wandten, wird nun wegen
Notrufmissbrauchs ermittelt.

In Zülow (Stralendorf) hatte ein 51-jähriger Mann am
Sonntagnachmittag die Polizei wegen einer Körperverletzung um
Unterstützung gebeten, da er angeblich von einem unbekannten Mann vom
Fahrrad gestoßen und dabei verletzt wurde. Beim Eintreffen der
Polizei an seinem Wohnort leugnete der 51-Jährige, die Polizei
überhaupt angerufen zu haben. Jedoch konnte die Polizei dem Mann
schließlich nachweisen, dass er kurz zuvor den Notruf der Polizei
gewählt hatte. Der 51-Jährige hatte einen Atemalkoholwert von knapp
vier Promille, zeigte dabei aber keinerlei Ausfallerscheinungen.

Wegen eines vermeintlichen Wohnungseinbruchs wurde die Polizei am
Sonntagnachmittag nach Malliß gerufen. Ein 43-jähriger Wohnungsmieter
soll die Polizei aus diesem Grunde zuvor telefonisch über den Notruf
informiert haben. Beim Eintreffen stellte die Polizei zwar keinen
Einbruch fest, traf jedoch auf den 43-jährigen mutmaßlichen Anrufer,
der die Beamten in aggressiver Weise beleidigte. Bei der Klärung des
Vorfalls versuchte der Mann anschließend, die Polizisten anzugreifen.
Die Beamten konnten den Angriff verhindern und brachten den
43-Jährigen zur Ausnüchterung ins Polizeigewahrsam. Gegen den
43-Jährigen wird zudem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte
ermittelt.




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