Danziger Gespräche

Die internationale Sicherheitskonferenz „Danziger Gespräche“

Im Jahr 2000 schlossen sich das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern, die deutsch-polnische Gesellschaft MV e. V., Sektion Schwerin und die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit in Warschau zusammen, um gemeinsam eine Fachtagung auszurichten, die die Zusammenarbeit zwischen mittel- und osteuropäischen Staaten auf dem Gebiet der inneren Sicherheit stärken sollte. Die Konferenz hieß zu jener Zeit jedoch noch nicht „Danziger Gespräche“, sondern trug den etwas sperrigen Namen „Erfordernisse einer bi- und multilateralen Zusammenarbeit vor dem Hintergrund der internationalen Organisierten Kriminalität“. Auch war zu jener Zeit noch nicht an eine jährliche Wiederholung einer solchen Sicherheitskonferenz zu denken. Dies änderte sich jedoch schon kurze Zeit später. Aufgrund des Erfolgs der ersten Konferenz wurden bald erste Überlegungen laut, diese Veranstaltung fortzusetzen. Da die Zusammenarbeit mit den östlichen Nachbarn, insbesondere mit der Republik Polen, seit jeher einen Schwerpunkt der länderübergreifenden Zusammenarbeit der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern bildete, stellte eine gemeinsam veranstaltete Konferenzreihe somit eine neue Facette der bereits bestehenden Kooperationen dar. Auf Grundlage der „Gemeinsamen Erklärung über die interregionale Zusammenarbeit zwischen dem Land Mecklenburg-Vorpommern und der Wojewodschaft Pommern“ vom 15. Januar 2001 wurde daher die gemeinsame Planung, Organisation und Durchführung eines internationalen Konferenzzyklus durch das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern und die Wojewodschaftspolizei in Danzig vereinbart. Die „Danziger Gespräche“ als solche waren damit geboren.
Schnell wurde die Konferenzreihe zu einem regelmäßigen Forum für den Erfahrungsaustausch auf internationaler Ebene. Während der Konferenz zunächst eine unterstützende Funktion zur Heranführung an EU-Standards zuteilwurde, änderte sich der Charakter der Zusammenarbeit mit dem Beitritt Polens zur Europäischen Union. Seitdem befasst sich die Konferenz mit aktuell relevanten thematischen Schwerpunkten der inneren Sicherheit, wie beispielsweise der Organisierten Kriminalität, der Sicherheit bei Großveranstaltungen oder dem internationalen Terrorismus. Bis heute sind die Danziger Gespräche damit die einzige regelmäßig stattfindende Konferenz, in der sich zwischen deutscher und polnischer Seite zu Themen der inneren Sicherheit ausgetauscht wird.

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