Dunkelfeldstudie

Start der zweiten Dunkelfeldstudie in MV

Die Polizeiliche Kriminalstatistik erfasst naturgemäß lediglich die der Polizei bekannt gewordenen Straftaten und Tatverdächtigen. Mit diesen sogenannten Hellfeld-Erkenntnissen bildet sie bislang nach bundesweit einheitlichen Kriterien auf bewährte Weise die Grundlage für die Darstellung der Kriminalitätslage in unserem Land.

Gegenwärtig sind 10.000 Bürgerinnen und Bürger Mecklenburg-Vorpommerns dazu aufgerufen, etwas mehr Licht ins Dunkel bzw. ins Dunkelfeld zu bringen. Denn im Januar 2018 startet das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege Güstrow  im Auftrag des Innenministeriums, nach einer ersten Befragung im Jahr 2015, die zweite Befragung  der Einwohner unseres Bundeslandes zu ihren Kriminalitätserfahrungen und -ängsten.

Zugunsten eines möglichst repräsentativen Umfrageergebnisses bitten die Projektpartner die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes um Verständnis und Unterstützung und damit letztlich um einen höchstmöglichen Rücklauf der anonymen Fragebögen.

Gehören Sie zu den Angeschriebenen? Dann nehmen Sie sich bitte kurz Zeit und tragen Sie mit Ihrer Antwort zum Gelingen dieser Untersuchung bei. Wenden Sie sich bei Bedarf gern an die mit den Fragebögen übermittelte Telefonhotline.

Im Rahmen dieser aktuell laufenden Untersuchung zum Thema „Dunkelfeld“ sollen mehr Informationen über das tatsächliche Ausmaß der Kriminalität im Land erhoben werden. Ziel ist es, das Kriminalitätslagebild in Ergänzung der vorliegenden Hellfelddaten zu vervollständigen und damit genauere Informationen über Täter, Opfer und deren Merkmale sowie zum Anzeigeverhalten zu erhalten. Aus dieser Studie werden sich ebenso Aussagen zum Sicherheitsempfinden in der Bevölkerung sowie zur Wahrnehmung der Polizei in der bzw. durch die Öffentlichkeit ableiten lassen.

Die Ergebnisse der ersten Dunkelfeldstudie in Mecklenburg-Vorpommern zeigen, dass das Dunkelfeld und dessen unterschiedliche Ausprägung in einzelnen Deliktsbereichen etwa dem Niveau entsprechen, das die Projektteilnehmer angesichts ähnlicher Studien anderer Bundesländer und des Bundeskriminalamts erwartet haben.

Da mit der ersten Dunkelfeldstudie jedoch lediglich ein Ist-Stand für Mecklenburg-Vorpommern festgestellt werden konnte, ermöglicht eine Wiederholung der Befragung, neben dem Gewinn von aktuellen Erkenntnissen, erst ein Aufzeigen der Entwicklungen in unserem Land.

Diese Informationen sollen in der Folge dazu beitragen, zielgenauere Konzepte im Bereich der Kriminalitätsvorbeugung und -bekämpfung zu erstellen und den Ressourceneinsatz bei der Polizei effizienter zu gestalten.

 

Die Ergebnisse der ersten Dunkelfeldstudie sind in einem Abschlussbericht zusammengefasst und auf der Homepage der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege Güstrow einsehbar.