Zugangsdaten

Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern informiert Betroffene über geleakte Zugangsdaten

Haben Sie in den vergangenen Tagen auch eine Email vom Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern erhalten? Denn am 13.03.2019 hat das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern verschiedene Institutionen, Organisationen und Personen darüber informiert, dass das Bundeskriminalamt über 4.000 Datensätze mit Bezügen zu Mecklenburg-Vorpommern an das Landeskriminalamt übermittelt hat. Die Datensätze stammen aus einem aktuellen Ermittlungsverfahren, das beim Bundeskriminalamt geführt wird, und umfassen Email-Adressen und Passwörter.

Um weitere potentielle Gefahren abzuwehren, werden alle Betroffenen gebeten, ihre Passwörter schnellstmöglich zu ändern. Ein sicheres Passwort sollte folgende Minimalanforderungen aufweisen:
- mindestens acht Zeichen
- Nutzung der Groß- und Kleinschreibung
- komplexe Kombinationen aus Buchstaben, Zahlen sowie Satz- und Sonderzeichen
- verschiedene Passwörter für unterschiedliche Internetplattformen
- sichere Aufbewahrung des Passwortes
- Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)nutzen, sofern verfügbar

Diese Hinweise gelten nicht nur für aktuell Betroffene. Vielmehr empfiehlt das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern allen Bürgerinnen und Bürgern, regelmäßig alle Passwörter zu ändern.

Sollte bereits ein Missbrauch der betroffenen Daten stattgefunden haben, sollte umgehend Anzeige bei der Polizei erstattet werden. Dies ist auf jeder örtlichen Polizeidienststelle oder online über die Internetwache der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern möglich.

Weitere Informationen sind der aktuellen Pressemitteilung des Landeskriminalamtes Mecklenburg-Vorpommern unter https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108748/4216979 zu entnehmen.
Übrigens: Die Polizei wird niemals dazu auffordern, einen Link im Nachrichtentext anzuklicken und auf der dort erscheinenden Seite Eure Passwörter einzugeben. Vielmehr wird darum gebeten, die Sicherheit der persönlichen Passwörter selbstständig zu überprüfen.

Der Datenbestand wurde vom BKA an das Hasso Plattner Institut (HPI) für den Identity Leak Checker (ILC) übergeben und ist dort bereits eingestellt. Somit kann sich jeder Nutzer eines Email-Accounts auf der Webseite des Hasso Plattner Instituts (https://sec.hpi.de/ilc) vergewissern, ob die eigenen Daten betroffen sind.