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Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern



Gewässerschutz

1. Das Wasser - Sportstätte der Wassersportler und Element der Badelustigen

Dass Sportstätten wie Leichtathletikplätze, Radrennbahnen, Tennisplätze, Schwimmbäder und Golfanlagen heute sauber und gepflegt sind, ist eine Selbstverständlichkeit. Nicht zuletzt sorgen dafür schon die Sportler, die auch die zum Schutz dieser Anlagen freiwillig aufgesetzten Regeln gern beachten.

Die Ostseeküste, die Seen, die Flüsse und das Salzhaff sind die Sportstätten der Wassersportler und Badegäste. Unsere Gewässer sind darüber hinaus aber auch die natürlichen Lebensgrundlagen für den Menschen. Sie schließen auch eine einmalige Pflanzen- und Tierwelt ein. Die Erhaltung und Bewahrung dieser Grundlagen muss für alle Gäste und Bewohner eine stets ernstgenommene Pflicht sein, da sauberes Wasser und eine gesunde Umwelt Voraussetzungen für Freizeitsport und Erholung sind.

 

2. Wassernutzung ohne Verschmutzung

Neben der Berufsschifffahrt und der Fischerei werden unsere Küstengewässer, Flüsse und Seen von Anhängern aller Wassersportvarianten für Sport und Erholungszwecke genutzt. Aus diesem Grunde ist das umweltbewusste und rücksichtsvolle Verhalten gegenüber der Natur am, auf und im Wasser im Interesse aller Beteiligten unbedingt notwendig. Umwelt- und Naturschutz sind leicht zu praktizieren. Zur Reinhaltung unserer Gewässer beizutragen ist auch ohne viel Sachkenntnis für jeden Wassersportler und Strandbesucher ein Kinderspiel. Einsicht und ein gesundes Maß an Umweltbewusstsein helfen außerdem, gesetzliche Verbote und Reglementierungen zu vermeiden.

 

3. Das Wasser ist keine Müllkippe

An vielen Ufern und Küsten werden täglich Überbleibsel unserer Zivilisation angeschwemmt. Verpackungsmaterial wie Flaschen, Dosen, Plastikbehälter oder andere achtlos weggeworfene Gegenstände sieht man heute viel zu oft im Wasser treiben.
Sie bilden für Mensch und Tier eine Gefahr. Weitaus aggressiver sind die nicht sichtbaren, zusätzlich das Wasser belastenden Schadstoffe. Die Selbstreinigungskraft des Wassers ist hier überfordert.

Das darf und muss nicht sein. Bestimmte Maßnahmen der zuständigen Verwaltungen und der Wirtschaft haben die bisherigen Mengen der umweltbelastenden und umweltgefährdenden Schadstoffe herabsetzen können. Gleichgültigkeit und Bequemlichkeit gefährden weiterhin unsere Gewässer. Wir möchten, dass Strandfreunde, Badende und Wassersportler nicht zu den Umweltsündern gehören.

 

4. Abfälle gehören nicht ins Wasser

Zur Reinhaltung der Gewässer können wir alle beitragen. Mit jedem Stück ordnungsgemäß beseitigtem Gebrauchs- und Wohlstandsmüll entlasten wir die Umwelt und liefern dazu noch einen Beitrag zur Sicherheit für Erholungssuchende am Strand, Badebegeisterte und Wassersportler. Fäkalien, Schmutzwasser aus den Kombüsen der Boote, aus den Biotoiletten der Wohnmobile und mit chemischen Stoffen durchsetztes Waschwasser belasten nicht nur unsere Gewässer, sondern gefährden auch die im und am Wasser lebende Pflanzen- und Tierwelt.

 

5. Wasser ist ein kostbares Gut, denn ohne Wasser ist kein Leben möglich!

Wasser ist unsere natürliche Lebensgrundlage. Zusätzlich dienen uns die Gewässer als wichtige Nahrungsquelle und bieten gleichzeitig Möglichkeiten zur Entspannung und Erholung.
Insbesondere für "Freizeitkapitäne" raten wir  zur sorgfältigen Beachtung folgender Grundsätze:

  • Vor Beginn eines Bootstörns sollte man sich hinsichtlich der geltenden Umweltschutzbestimmungen und der zusätzlichen Regeln und Empfehlungen im vorgesehenen Gewässer genauestens informieren.
  • Die Kennzeichnung der Abgabestellen für den Bordmüll, für Altöl und verschmutztes Bilgenwasser in Seekarten und Flusshandbüchern gehört mit zu den Planungen der Bootsfahrten.
  • Wassersportfahrzeuge sollten vor dem Zuwasserlassen stets von Schmutz, Fettrückständen, Ölen oder ähnlichen gewässerbelastenden Stoffen gereinigt werden.
  • Seewasser reinigt Deck und Plicht. Stark verschmutzte Stellen immer nur mit biologisch abbaufähigen Reinigern säubern. Schon beim Kauf ist auf umweltfreundliche, die Gewässerreinhaltung fördernde Produkte zu achten.
  • Das Betanken von Sportbooten erfolgt mit der nötigen Sorgfalt immer an der Tankstelle. Dabei ist jedes Verschütten von Kraftstoff auch aus Sicherheitsgründen zu vermeiden.
  • Für alle Zweitaktaußenbordmotoren grundsätzlich nur biologisch abbaubare Schmiermittel verwenden. Diese modernen Motorenöle halten nicht nur den Motor sauber, sondern auch das Wasser. Sie sind im Gemisch 1:100 anwendbar und im Wasser durch Mikroorganismen innerhalb weniger Tage biologisch abgebaut.
  • Beim Aufenthalt eines Bootes im Sportboothafen oder an der Pier sind von der Besatzung immer die sanitären Anlagen an Land zu benutzen. Das Entleeren der Chemietoiletten erfolgt problemlos bei den entsprechenden Entsorgungseinrichtungen.
  • Die Entsorgung von Abfällen der Sportboote ist erst dann vorzunehmen, wenn sich die Gelegenheit einer ordnungsgemäßen Abgabe bietet. Bis dahin sind Abfälle in entsprechenden, dafür vorgesehenen Behältern aufzubewahren.
  • Wassersportler sind besonders naturverbunden und darum schützen sie das Wasser, auf dem sie segeln, surfen, rudern, Motorboot fahren, oder in dem sie baden. Umweltbewusstes Verhalten ist Aufgabe und Pflicht aller Bewohner und Besucher.

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