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Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern / MV tut gut


Pressemeldung

POL-HRO: Polizei verbietet rechtsextremistische Veranstaltung im īThinghausī

Nr. 2799073 - 04.08.2014 - PP HRO - Polizeipräsidium Rostock

Grevesmühlen (ots) - Am Sonntagnachmittag führte die
Polizeiinspektion Wismar einen Einsatz gegen die rechtsextremistische
Szene in Grevesmühlen durch. Zuvor wurde kurzfristig bekannt, dass im
Laufe des Sonntagnachmittags eine Musikveranstaltung im
Grevesmühlener īThinghausī stattfinden soll.

An insgesamt drei eingerichteten Kontrollstellen überprüften die
Beamten bis in den späten Abend hinein insgesamt 168 Personen von
denen 62 polizeilich bereits in Erscheinung getreten sind, ein
Großteil von ihnen mit der Begehung politisch motivierter Straftaten.
Zu dieser Veranstaltung erfolgte eine bundesweite Anreise. So konnten
Teilnehmer aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg,
Schleswig-Holstein und Hamburg an den Kontrollstellen festgestellt
werden.

Anreisenden Veranstaltungsteilnehmern wurde durch die Polizei ein
Platzverweis ausgesprochen. Bei einem Anreisenden fanden die Beamten
u.a. eine Schreckschusswaffe und einen Totschläger. Die Gegenstände
wurden sichergestellt und eine Strafanzeige wegen des Verstoßes gegen
das Waffengesetz gefertigt.

Da von Teilnehmenden und Verantwortlichen zur Art der
Veranstaltung widersprüchliche und wahrheitswidrige Angaben gemacht
wurden, sowie die Gefahr der Begehung von Straftaten von erheblicher
Bedeutung auszugehen war, untersagte die Polizei die Durchführung der
Veranstaltung.

Im Rahmen des Polizeieinsatzes griffen acht gewaltbereite
Rechtsextremisten Polizeibeamte tätlich an.

Zur Durchsetzung des Veranstaltungsverbotes verwiesen die
Polizeikräfte alle bereits vor Ort befindlichen Teilnehmer aus dem
īThinghausī. Bei der Überprüfung dieser Personen wurde eine
Führungspersönlichkeit in der rechtsextremistischen Musikszene
identifiziert und ebenfalls mit einem Platzverweis belegt. Die
Maßnahmen der Polizei vor Ort wurden durch einen, an der
rechtsextremistischen Musikveranstaltung teilnehmenden, Vertreter der
NPD durch zum Teil aggressives Auftreten behindert.

Parallel zur Durchsetzung des Veranstaltungsverbotes wurde über
das Amtsgericht Schwerin ein Beschluss zur Durchsuchung des
Thinghauses erwirkt und vollstreckt. Ziel war die Identifizierung der
Beschuldigten, welche zuvor Polizeibeamte tätlich angegriffen hatten
und sich nachfolgend unter die Teilnehmer auf dem Thinghausgelände
begeben hatten. Hierbei konnten zwei Beschuldigte identifiziert
werden.

Durch das entschlossene Auftreten setzte die Polizeiinspektion
Wismar wiederum ein wichtiges Zeichen im Kampf gegen den
Rechtsextremismus.

André Falke
SB Öffentlichkeitsarbeit
Polizeiinspektion Wismar
Rostocker Straße 80
23970 Wismar
03841-203304
0162-2474210




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