Seit dem 06.06.1995 sind die Beamten/ -innen der Polizeipuppenbühne (PPB) in den Grund-, Sonder-, Förder- und Behindertenschulen sowie den Kindergärten des Landes Mecklenburg-Vorpommern unterwegs, um in spielerischer Form Verkehrsaufklärung und –erziehung durchzuführen. Die Beamten geben den Hand- und Klappmaulpuppen ihre Stimme und erwecken sie so zum Leben. In spielerischer Form wird so der Sachunterricht (Verkehrsunterricht) in den Grundschulen und Kindergärten durch zielgruppenorientierte Verkehrserziehungsarbeit unterstützt. Es wird auf die Besonderheiten der Kinder als Verkehrsteilnehmer hingewiesen bzw. aufmerksam gemacht. Die Bedeutung der Verkehrsfußgängerampel mit den Farben Rot und Grün, das sichere Überqueren der Fahrbahn und das verkehrssichere Fahrrad und die Notwendigkeit des Fahrradhelms, sind Themen die so mit den Kindern erarbeitet werden.
Seit 2005 wurden durch die PPB auch Themen aus dem Bereich der Kriminalitätsprävention aufgenommen. Hier sind es u.a. der Diebstahl, die Sachbeschädigung und die Körperverletzung die mit den Kindern besprochen werden.
In Form des Handpuppenspieles werden der Kindern im Alter von 4 bis 10 Jahren Altersentsprechende Spielsequenzen dargestellt, zu deren Lösung sie aufgefordert werden mitzuhelfen. Das heißt, durch das spontane selbständige Reagieren sollen sie die Handlungsweisen der Positiv- wie auch der Negativfigur beeinflussen.
Wichtig ist den Puppenspielern der PPB MV auch immer, die Polizei nicht nur als „Sicherheits- und Ordnungsmacht“ darzustellen. Die Kinder sollen den Polizisten mehr als Freund, und Helfer in der Not kennen lernen und so auch verstehen.
Die Frage nach der Notwendigkeit sanktionierten Einschreitens wird dennoch beantwortet.
Nur so ist insgesamt möglich Sinn und Zweck von bestimmen Verkehrs- und Verhaltensregeln verständlich zu machen.
Somit versteht sich der Unterricht auch als eine Form der Sozialerziehung.
Von der PPB werden gegenwärtig Präventionsstücke zur Verkehrserziehung und Kriminalitätsvorbeugung angeboten!
Verkehrsprävention für Kitas (ab 4 Jahren) und GS der Klassen 1-2
„Oma hat Geburtstag“
1. Inhaltsangabe:
Oma hat Geburtstag und Alle sind zum Feiern eingeladen. Doch der Weg zu ihr ist nicht ungefährlich, denn es muss eine stark befahrene Hauptstrasse überquert werden. Was da alles passieren kann! Unter anderem treibt ein Straßenschreck sein Unwesen und versucht Kinder bei „Rot“ über die Fahrbahn zu schicken. Doch gemeinsam mit den Kindern gelingt es ihn zu fassen und die Kinder vor ihm zu schützen.
Spielbedingungen:
2. Lehrziele:
a) Vorstellung der Polizei und ihrer Uniform als Erkennungsmerkmal.
b) Regelgerechtes Verhalten im Straßenverkehr allgemein zu vermitteln.
c) Das sichere Überqueren einer Fahrbahn (mit und ohne Ampel) zu üben.
d) Das richtige Verhalten in Notsituationen aufzuzeigen und zu besprechen.
3. Mitwirkende Puppen:
Rabe „Harald“, Kasper, Hund „Bello“, LKW Fahrer, Polizistin o. Polizist, Moritz und
Roxi der Straßenschreck.
Kriminalprävention für GS der Klassen 1-3
1. Inhaltsangabe:
Bei der Polizei geht ein Notruf ein. Dem Moritz wurde sein Fahrrad gestohlen und er meldet es der Polizei. Auf der Suche nach dem Fahrrad wird noch eine andere Straftat, eine Sachbeschädigung, bekannt, so dass sogar die Kriminalpolizei zum Einsatz kommt. Eine Reihe von Hinweisen führen zum bekannt werden der Täter und ermöglichen, einen von ihnen mit List zu überführen.
2. Lehrziele:
a) Den Unterschied zw. Polizei in Uniform und in Zivil aufzuzeigen.
b) Den richtigen Umgang mit dem Notruf 110 zu erklären.
c) Die Sicherung von persönlichen Gegenständen zu besprechen.
d) Das Beschreiben von Sachen und Personen zu erläutern.
e) Das richtige Verhalten in Notsituationen aufzuzeigen und zu besprechen.
3. Mitwirkende Puppen:
Kasper, Wachtmeister „Knut“, Moritz, Polizist „Schulze“, Malermeister „Otto“, Kommissar „Horst“, Roxi, Dammel und die Mülltonne „Mülli“
Spielbedingungen:
- Es kann nur in geschlossenen Räumlichkeiten gespielt werden.
- Anzahl der Kinder je Vorstellung bis 50, max. 80 Kinder (oder Zusatzvorstellung).
- Erforderliche Stellfläche für die Bühne, 5m breit, 4m tief zu ebenen Fußboden bei einer freien Raumhöhe von 2,70m.
- Abstand der ersten Sitzreihe, 3-4m von der Bühnenvorderkante (nur Stühle oder Bänke, nicht auf dem Fußboden oder flachen Sportmatten)
- Pro Sitzreihe sollten bis zu max. 15 Sitzplätze eingerichtet werden.
- Die Möglichkeit der Abdunkelung des Raumes ist wünschenswert aber nicht Bedingung.
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