POL-HRO: Flucht vor Polizeikontrolle endet mit schweren Verletzungen

Nr.3589253  | 19.03.2017  | PP HRO  | Polizeipräsidium Rostock

Wismar (ots) - Am 18.03.2017 stellten Beamte des Autobahn- und
Verkehrspolizeireviers Metelsdorf gegen 23:00 Uhr auf der
Landesstraße 03, Abzweig Seefeld, einen PKW Audi im Gegenverkehr
fest. Die Beamten entschlossen sich zu einer Kontrolle, wendeten und
fuhren dem PKW nach, um die Kontrolle durchzuführen.

Als der 20-jährige Fahrzeugführer das Vorhaben der Polizei
bemerkte, beschleunigte er sein Fahrzeug stark, um sich der Kontrolle
zu entziehen. Auf der schmalen und kurvigen Straße (Straßenbreite 3m)
von der Landesstraße über Seefeld bis Moltenow flüchtete der Fahrer
mit 150 bis 170 km/h vor der Polizei. Der Sichtkontakt brach
kurzzeitig ab. In der Ortslage Moltenow fanden die Polizisten das
Fahrzeug dann verunfallt auf. Augenscheinlich verlor der Flüchtige in
einer scharfen Rechtkurve die Kontrolle über das Auto,fuhr über eine
Bordsteinkante und kam schließlich in einem Gebüsch zum Stehen. Ein
Buswartehäuschen sowie einen dicken Baum verfehlte der Fahrzeugführer
glücklicherweise knapp.

Die Beamten begaben sich sofort zum verunfallten Fahrzeug, um
entsprechende Hilfe zu leisten. Im Fahrzeug befanden sich insgesamt 6
jugendliche Personen im Alter von 16 bis 20 Jahren. Die aus der
Region stammenden Insassen konnten selbstständig den zerstörten PKW
verlassen. Durch den Unfall wurden eine 16-jährige Insassin schwer,
aber nicht lebensbedrohlich verletzt und eine 18-jährige Insassin
leicht verletzt. Rettungskräfte brachten beide Verletzte zur
medizinischen Behandlung in ein Schweriner Krankenhaus. Die weiteren
Insassen blieben unverletzt.

Ein Atemalkoholtest ergab beim Verursacher einen Wert von 0,88
Promille. Die Beamten beschlagnahmten seinen Führerschein und
ordneten eine Blutentnahme an. Der Fahrer wird sich nun wegen
Verkehrsgefährdung und Körperverletzung verantworten müssen. Der
nicht mehr fahrbereite PKW wurde durch einen Abschleppdienst
geborgen.

Die Polizei bittet in diesem Zusammenhang nochmals alle
Jugendlichen und Jungerwachsenen nicht bei alkoholisierten Personen
ins Fahrzeug zu steigen. Dieser Unfall hätte wesentlich tragischer
enden können.

Frank Schröder
Polizeihauptkommissar
AVPR Metelsdorf




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